Auf nach Zypern (1)

Seeburg19

Warum ich Zypern so klasse finde…
Viele meiner Freunde wissen, daß ich dabei bin, meinen Wohnsitz nach Zypern zu verlagern. Hier möchte ich Euch darum mal meine Lieblingsinsel und ihre Schätze näherbringen. Ich war schon lange versucht, irgendwo in die Sonne zu ziehen. Das deutsche Wetter ist leider nicht so recht nach meinem Geschmack, lange und vor allem sichere Hitzeperioden sucht man hier vergeblich, Regen und Kälte gibts dafür umso reichlicher.

Die griechischen Inseln und die da lebenden Menschen dagegen haben mich schon immer begeistert. Dieses Licht, die Farbe des Wassers, die Wärme, das Essen… dazu kann man sehr schnell Leute kennenlernen und Freundschaften schliessen. Ausserdem ist die griechische Lebensart mir sehr sympathisch, deutsche Hektik findet da glücklicherweise nicht statt… Allerdings ist die Bürokratie in Griechenland ein Faktor, der einem , wenn man auswandern will, das Leben nicht gerade einfach macht. So fiel meine Wahl auf Zypern. Kleine Republik unabhängig, zwar in der EU, aber Brüssel und seine schwachsinnigen Paragraphen sind weit, zwar gibts hier auch die orientalische Praxis des Schmiergeldes, aber ganz ehrlich: wenn ich weiss, wer die Hand aufhält, wenn ich was erreichen will, ist mir doch zehnmal lieber, als auf ein anonymes Amt zu gehen mit fraglichem Erfolg trotz vorheriger Zahlung, wie in Deutschland.

Es fing alles an mit einem Spontanurlaub 2010 im November. Meine damalige Freundin wollte ins Warme, aber nicht so lange fliegen. Also fiel unsere Wahl auf Zypern. Auch im fortgeschrittenen Herbst noch badefähig, auch wenn der veränderte Sonnenstand eine gewisse Kühle im Schatten mit sich brachte. Aber, man brauchte auf jeden Fall noch keine langen Hosen , geschweige denn dicke Jacken. Nach 2 Wochen ging es heimwärts. Bedingt durch berufliche Aktivitäten gab es in den folgenden Jahren keinen Urlaub und so konnte ich erst 2013 mal wieder auf Tour. Von Düsseldorf, Berlin, Hannover und München (vielleicht auch aus Hamburg) gibt es Direktflüge nach Larnaca, Dauer ca. 3,5 Stunden. Lufthansa fliegt von Frankfurt aus, mit Air Berlin geht es mit Zwischenstopp über Wien. Kann ich nicht empfehlen, dauert erstens länger und auf dem Rückflug muss man in Wien nochmal durch die Leibesvisitation. Die sind so bekloppt, dass sie mir nach dem Flug von Larnaca nach Wien in Wien beim Zwischenstopp ein kleines Taschenmesser abgenommen haben, weil die Klinge 3 mm zu lang war. „Na, sie wissens ja, uunser Innenministerium, diee denkens sich so wos aas“ …“Scheiss-Innenminister, ich flieg nie wieder über Wien…“  hab ich dem Sicherheits-Dodel dann auch mit einem schönen Gruß an seinen Minister so bedeutet.

Ich wollte gerne wieder nach Zypern und so begab es sich, daß ich nach Kaunitz 2013 wieder auf die Insel flog und in einem kleinen Dorf an der Küste, Perivolia , ein günstiges Appartementhotel mit guter Ausstattung fand. Dazu ein Auto gebucht und es konnte losgehen. Die drei Wochen waren sehr schön ,  ich lernte eine Menge Leute kennen und beschloss, im nächsten Jahr zurückzukehren und vielleicht sogar dorthin zu ziehen. Im Mai 2014 war ich in diesem Jahr das erste Mal da und kehrte in das kleine Dorf zurück. Ich erzählte meinem Kumpel Makis, seines Zeichens Snackbar-Besitzer, von meinen Plänen und er meinte, ich solle mir mal das Haus von seiner Mutter ansehen, das stände seit ein paar Wochen leer und er würde es mir für „long term“  vermieten. Gesagt, getan. Es gab zwar eine Menge zu tun, es war ziemlich runter, aber ich hab die Ärmel hochgekrempelt und diverse Dinge erledigt: neue Möbel geholt, IKEA ist nicht weit, Teppiche gekauft , gestrichen und ein paar schöne, große Pflanzen für den Garten kommen lassen. So kam es meinen Vorstellungen dann langsam, aber sicher, näher. Man muss dazu sagen, daß die Temperaturen schon dafür sorgen, daß man den zypriotischen Lebensstil sehr schnell übernimmt: slowly, slowly… Ein neues Bett musste aber sein, also auf nach Nikosia zu IKEA und das Ding bringen lassen. Hat alles super funktioniert, ein großes Lob auf das schwedische Möbelhaus.

Übrigens sprechen die allermeisten Zyprioten Englisch, nicht wie auf den griechischen Inseln, wo man zumindest etwas Griechisch können sollte. Man kommt also mit Englisch einigermaßen voran, ein wichtiger Aspekt, wenn man sich niederlassen will.Natürlich habe ich vor, Griechisch zu lernen, die Gemeinde bietet sogar kostenlose Kurse an. Leute lernt man vor allem in den kleinen Dörfern recht schnell kennen. In Perivolia, 5 km von Larnaca und 10 Minuten vom Flughafen entfernt,  meiner neuen, selbstgewählten Residenz, gibt es ausserdem eine Menge Briten, die hier leben. Deutsche gibts auch ein paar, aber es braucht seine Zeit, ihnen zu begegnen. Im Großen und Ganzen kann man sagen, daß Zypern in Deutschland so gut wie kein Image hat, höchstens durch die Nachrichten und die „Krise“ vor ein paar Jahren. Allerdings hab ich noch nie so viele Porsche Cayennes gesehen wie in Larnaca und Limassol. Sooo schlecht kann es den Zyprioten also nicht gehen. Ganz unten gibts übrigens eine Karte… (Fortsetzung folgt)